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Gelungenes Pilotprojekt

Denise Rehner absolviert ihr FsJ mit MINT - Schwerpunkt, finanziert durch die Adelheid - Windmöller - Stiftung.

Denise Rehner erläutert Elisabeth Braumann (links), wie die Zweit- und Drittklässler die verschiedenen Konstruktionsmethoden für Brücken ausprobiert haben.

Lengerich (mba). Ein kurzer Blick, dann lächeln beide Frauen. Denise Rehner hat Elisabeth Braumann gerade von ihrem Brückenbau-Projekt berichtet. Mit einfachen Holzklötzen hat die FSJ-lerin Zweit- und Drittklässler verschiedene Konstruktionen ausprobieren lassen. „Am Ende haben sich zwei Kinder auf die Gewölbe-Brücke gestellt und ihre Eigenkonstruktion hat gehalten. Die waren mega happy“, erzählt die Absolventin eines Freiwilligen Soziales Jahrs.

Zugetragen hat sich das an mehreren Nachmittagen im Offenen Ganztag der Grundschule (OGS) Intrup. Bewusst hat sich Denise Rehner für Mädchen und Jungen aus den zweiten und dritten Klassen entschieden. Vormittags begleitet sie eine erste Klasse in der Grundschule. „Es ist gut für mich, den Unterschied in den Altersklassen zu erkennen“, stellt sie fest.

Das Interesse von Elisabeth Braumann an der Arbeit der FSJ-lerin hat einen konkreten Hintergrund, erläutert die Geschäftsführende Vorständin der Adelheid-Windmöller-Stiftung im Gespräch. Die Lengericher Stiftung finanziert das Freiwillige Soziale Jahr von Denise Rehner. „Ein Pilotprojekt“, fügt sie hinzu. Dass FSJ-Absolventinnen und Absolventen wichtig für Grundschulen sind, kennt sie aus eigener Anschauung. Seit vier Jahren ist sie als Lesehelferin an der Banningstraße ehrenamtlich engagiert.

„Das passt genau in den Stiftungszweck und der Vorstand hat sich einstimmig dafür ausgesprochen“, freut sie sich. Natürlich hat sie vorher mit Rektorin Katja Schallenberg gesprochen - und offene Türen eingerannt. Und eine geeignete Person ist auch schnell in Person von Denise Rehner gefunden worden. Dass es neben der Unterrichtsbegleitung im Rahmen der OGS um Projekte aus dem MINT-Bereich gehen soll - die FSJ-lerin hat keine Berührungsängste was Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (die Anfangsbuchstaben ergeben den Begriff MINT) angeht.

Denise Rehner dokumentiert, was sie mit den Kindern macht. Bei diesem Treffen geht’s um Brücken und deren Aufbau. „Eigentlich profitieren alle Beteiligten von solchen Experimenten, Schülerinnen und Schüler wie auch die FSJ-lerin“, freut sich Elisabeth Braumann, dass dieses Pilotprojekt so gut läuft.

Dabei sind Grundschulen für die Adelheid-Windmöller-Stiftung längst kein Neuland mehr. Mit Forscherkisten unterstützt sie seit Jahren das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ im Kreis Steinfurt. Nur ein Zweig, in dem - nicht nur junge - Menschen unterstützt werden. „Bildung fördern, da sind wir in allen Altersklassen unterwegs“, erläutert die Stiftungs-Vorständin. Vom Kindergarten bis ins Rentenalter „mit einem Schwerpunkt auf Schüler und Auszubildende“. Hochschulen sind ebenso im Blickfeld, das sich keineswegs nur auf Lengerich beschränkt. „Wir halten Kontakte zu Hochschulen, könnten uns vielleicht vorstellen, Stipendien auszuschreiben, und sich immer offen für Kooperationspartner“, fasst Elisabeth Braumann zusammen.

Der Bedarf ist da, die Schulen sind dankbar, konstatiert sie. „Die Arbeit für die Stiftung ist sehr befriedigend und gibt mir ein schönes Gefühl, weil wir Gutes bewirken können“, gibt sie einen tiefen persönlichen Eindruck.

Und Denise Rehner? Deren Freiwilliges Soziales Jahr neigt sich dem Ende zu. „ich bin mir relativ sicher, dass ich in den Lernbereich gehen werde“, fasst sie ihre Erfahrungen der vergangenen elf Monate zusammen. „Eventuell im Förderbereich“, fügt sie noch hinzu.

 

Zum Thema

 

Adelheid-Windmöller-Stiftung

Im April 2015 als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet hat sich die Adelheid-Windmöller-Stiftung der Förderung der Bildung, insbesondere der Aus- und Weiterbildung von Schülern, Auszubildenden und Studierenden (einschließlich deren Berufsorientierung), der Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen durch eigene Tätigkeiten sowie Zusammenwirken mit anderen Akteuren in diesem Bereichen verschrieben.

Seit zehn Jahren gibt es den Schülerpreis für ausgezeichnete MINT-Projekte, zu den Preisträgern zählen neben dem Hannah-Arendt-Gymnasium und dem Graf-Adolf-Gymnasium unter anderem auch die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule Saerbeck, die Gesamtschule Lotte-Westerkappeln und das Kepler-Gymnasium Ibbenbüren. Die besten Absolventen der W&H-Academy werden mit dem Stiftungssaward ausgezeichnet. Zudem unterstützt die Stiftung die Projekte PhänomexX mobil, MoRoTeck, Forscherkisten sowie Auszubildenden- und Studienpreise.

                          www.adelheid-windmoeller-stiftung.de

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